Daily grind

Wenn man so über die Schlagzeilen in den Tagesblättern fliegt, bekommt man unschwer mit, dass wir uns in einer neuen Art miteinander umzugehen befinden.

Spalter tun fleißig ihr Werk und sind dabei sehr erfolgreich. Populismus ist längst nicht mehr nur noch den Populisten vorbehalten.
Und in dieser Zeit spreche ich von Gemeinschaft. Naja viele Gemeinschaften und alle grenzen sich von den Anderen ab, aber nicht, weil sie etwas besser machen, sondern nur, weil alle anderen es schlecht machen.

Wir messen uns nicht mehr an unseren „Guten Taten“, sondern an den „Schlechten Taten“ der anderen. Immer sind es die, die noch schlimmer sind und somit relativiert sich unser Handeln, „denn im Gegensatz zu ihm, ist das, was ich tue, doch echt harmlos“, oder etwa nicht?

Wenn wir uns so eine bessere Welt erhoffen, befinden wir uns auf dem Holzweg…und die ersten Planken brechen schon unter unseren Füßen weg.

Ich sehe sie schon von Weitem. Automatisch erhöht sich der Puls. Heute blos keinen Fehler machen. Sehe ich gut aus? Sie tut es, wie immer. Hab ich was im Gesicht. Schnell streiche ich mir noch durchs Haar und über den Mund, in der Hoffnung perfekt für das Aufeinandertreffen zu sein. Die Knie werden weich. Bald ist sie vor mir, dann muss es klappen. Was sage ich ihr? Wie fange ich an. „Hallo“ so wie immer, aber da muss doch noch etwas passieren. Wenn ich es nicht wage, wird die Chance vertan sein und ich muss erneut auf ein Wiedersehen warten. Nur noch drei, dann ist sie dran. Warum beeilen sich die anderen denn nicht. Bis der seine Zigaretten ausgesucht hat, bin ich in Rente. Hoffentlich dauert ihr das nicht zu lang. Dann geht sie, ohne ein Wort mit mir gewechselt zu haben. Das wäre fatal. Aber nein sie bleibt in der Reihe. Endlich, der Nächste ist dran.  Auf seine Worte kann ich mich kaum konzentrieren, mein Blick sucht sie. Ich beobachte sie dabei, wie sie etwas am Handy tippt und sich dann über den Kopf streicht. Hat sie das extra gemacht? Glaube ich nicht, sie schaut ja nicht einmal in meine Richtung. „Lasst mich alle in Ruhe, ich will da was klären!“ würde ich am liebsten durch den Laden schreien, aber stattdessen versuche ich hektisch einen nach dem anderen abzufertigen, damit ich endlich Zeit für sie habe. Nach dem Nächsten kommt sie auch schon dran. Vielleicht punkte ich ja, wenn ich schon weiss, was sie möchte. Ich denke kurz nach und prompt fällt es mir ein. Ob das schon reicht, um sie auf mich aufmerksam zu machen? Ich denke nein. Was braucht der Typ so lange. Oh nein es stehen welche hinter ihr. Seht ihr denn nicht, dass ihr stört? Wie soll ich sie nun ansprechen? Sie ist dran. Wie aus einem Reflex greife ich ihre Marke, noch bevor sie auch nur einen Ton sagen kann und frage, ob sie eine oder zwei haben möchte. Sie scheint verwundert und sagt:“Eine“ Jetzt sag schon was! Sie gibt mir das Geld. Letzte Chance! Sprich sie an! Ich gebe ihr das Rückgeld und wünsche ihr ein schönes Wochenende. Sie bedankt sich und geht. Ich schaue ihr noch lange nach. Mir ist egal, ob da noch wer vor mir steht. Sie geht am Fenster vorbei, schaut aber leider nicht mehr rein. Ob ich sie wirklich ansprechen soll? Wenn ich es nicht mache wird mich diese Frage noch eine ganze Weile quälen. Nur diese Hemmungen, die müssen weg.
Dabei kann nur ich mir helfen! Also packen wir das an! Beim nächsten mal 😉

Was ich will, das kann ich

aber ich will nicht.

Also kann ich nicht.

Dabei müsste ich nur wollen.

 

Es gibt immer mehr Gründe

etwas nicht zu tun

Dies sollten die Gründe sein

es zu wollen

Denn dann kann ich auch

 

Doch ich suche nach dem Schuldigen

Es gibt ihn, der mich abbringt von meinem Tun

Alle sind Schuld daran

Nur ich nicht

Denn ich will ja eigentlich

1900710_775060725894879_5363966178183347579_oDu bist mehr als nur ein Fahrrad.
Viele Kilometer hast du mich treu begleitet…
Ich habe viel in dich gesteckt, Schweiss, Blut und auch Tränen

Habe stetig gebastelt.

Habe dich geputzt.

Du hast mich zu tollen Orten gebracht, oder mich auch ans Ziel.

Wir hatten eine schöne Zeit.

Nun bist du weg. Einfach so. Du wurdest genommen. Ich vermisse dich schon jetzt.